Maria-Ward-Realschule Burghausen

 


Tel: +49 8677 91589-30 | E-Mail: mariaward-rs-burghausenat weiß gelbt-online.de

  • Wir stehen für ...

    Wir stehen für ...

    Innovative Unterrichtsformen | Spirituelle Ausrichtung des Schullebens | Schwerpunkt Elternarbeit | Offener Ganztag
  • Innovative Unterrichtsformen

    Innovative Unterrichtsformen

    Mit Teamteaching und bilingualen Einheiten im Sachunterricht erhöhen wir die Methodenvielfalt. Besondere Lernlandschaften animieren schon unsere Fünftklässler zum Tüfteln und Probieren und fördern ihre Kreativität.
  • Spirituelle Ausrichtung des Schullebens

    Spirituelle Ausrichtung des Schullebens

    Zahlreiche religiöses Aktivitäten wie ökumenische Gottesdienste, Besinnungs- und Schulpastoraltage betonen die christliche Prägung unserer Realschule.
  • Schwerpunkt Elternarbeit

    Schwerpunkt Elternarbeit

    Unsere Lehrerinnen und Lehrer sorgen dafür, dass sich Eltern als wichtiger Teil der Schulgemeinschaft wertgeschätzt fühlen. Der regelmäßige Austausch mit ihnen gehört zu unserer alltäglichen pädagogischen Arbeit. Weiterlesen ...
  • Offene Ganztagsbetreuung

    Offene Ganztagsbetreuung

    Der Unterricht findet wie gewohnt überwiegend am Vormittag im Klassenverband statt. Diejenigen Schülerinnen und Schüler, deren Eltern dies wünschen, besuchen dann nach dem planmäßigen Unterricht unsere Ganztagsangebote.
  • ... in familiärer Atmosphäre!

    ... in familiärer Atmosphäre!

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Besuch der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Am 13. und 19. Juli 2017 besuchten unsere Zehntklässler die KZ-Gedenkstätte Mauthausen.

Der Besuch einer KZ-Gedenkstätte ist eine ganz besondere Exkursion: Die Schüler besitzen zwar ein gewisses Vorwissen durch Schule und Medien, dennoch sind immer wieder mulmige Gefühle mit dabei. Mauthausen ist ein besonderer Ort, denn kein „KZ“ ist so intakt wie dieses. Da es ein Arbeitslager und ein Steinbruch für die Bauten der Nazis war, wurde es von den Häftlingen selbst ganz aus Stein gebaut. Auf drei Seiten ist es von Steinmauern umgeben, auf der vierten verhinderte ein unter Strom gesetzter Stacheldraht die Flucht. Es gibt sogar noch Barracken aus der NS-Zeit. Allerdings beschädigte sie ein Sturm sehr stark, sodass sie wieder aufgebaut werden mussten.
Eine Führung beginnt in der Regel beim sogenannten „Russenlager“. Hierbei handelt es sich um ein Nebenlager, in das speziell russische Soldaten zum Sterben kamen. Waren die Lebensmittelausgaben im Hauptlager schon sehr gering, erhielten diese armen Seelen so gut wie nichts mehr. Der Hungertod war somit sicher. Es kam auch zu Fällen von Kannibalismus. Daneben befinden sich die Überreste eines Fußballstadions, denn die SS-Wachmannschaft spielte in der Meisterschaft mit. Ein Besucher eines Spiels konnte somit sehen, was in Mauthausen wirklich geschah. Es wurden auch keine großen Anstrengungen unternommen, das Sterben vor den Besuchern zu verbergen. Diese Informationen zu Mauthausen fesseln die Schüler schon in der ersten halben Stunde. Es gibt auch immer viele Fragen, die von den „Guides“ gerne beantwortet werden. Die nächste Station ist die sogenannte „Todesstiege“. Die Häftlinge mussten aus dem Steinbruch 50 Kilogramm schwere Steine mit einer Holztrage eine lange und gefährliche Stiege empor transportieren. So mancher Wachmann machte sich einen Spaß, indem er einen Häftling schubste, dieser die Treppe hinunterstürzte und sich dabei das Genick brach. Hunderte Insassen starben auf dieser Treppe auf sadistische Weise. Interessant ist auch, dass bis heute ein Gehöft existiert, das einen guten Einblick auf die Geschehnisse bot. Allgemein behaupteten die Mauthauser immer, sie hätten von dem Grauen nichts gewusst. Allerdings existiert ein Beschwerdeschreiben der Bäuerin, in dem steht, dass sie tagtäglich das Elend mitansehen müsse und es ihrer Gesundheit nicht zuträglich sei. Man möge sich bemühen, das Morden besser zu verstecken. Ebenso beeindrucken die vielen Mahnmale etlicher Nationen, deren Bürger in diesem Lager ermordet wurden. Diese wurden von Künstlern aus diesen Ländern gestaltet. Einige Länder wie die Sowjetunion, die DDR oder Jugoslawien gibt es seit geraumer Zeit sogar nicht mehr. Erst jetzt betritt man das eigentliche Lager. Der Exerzierplatz hinterlässt bei den Schülern immer einen bleibenden Eindruck, da man sich vorstellen kann, wie hier Tausende in Reih und Glied stehen mussten, manchmal den ganzen Tag. Ferner kann sich kaum jemand vorstellen, dass in einer einzigen Barracke bis zu 2000 Häftlinge interniert waren. Das Ganze erinnert an Käfighaltung bei Hühnern. Zum Schluss werden die Besucher des Konzentrationslagers Mauthausen mit dem „Todestrakt“ konfrontiert. Manche Schüler wollen diesen aus verständlichen Gründen gar nicht betreten. Heuer stellten sich alle dieser Herausforderung. Gleich nachdem man ihn betritt, ist absolute Ruhe das oberste Gebot. Zwei Krematorien-Öfen, original aus der NS-Zeit, existieren noch. Viele Schüler glauben immer, die Häftlinge wurden lebend in diesen Öfen verbrannt, was jedoch nicht stimmt. Hier wurden ausschließlich die Leichen der Ermordeten beseitigt, die Überreste wurden einfach hinter das Lager „geschüttet“. An den Wänden befinden sich viele Bilder der Ermordeten, um dieser zu gedenken. Danach betritt man das „Kühlhaus“ zusammen mit der Pathologie. Der steinerne Seziertisch steht hier so wie vor über 70 Jahren. Am Ende dieses traurigen Weges befindet man sich in der Gaskammer des Lagers. Obwohl sie im Vergleich zu den großen Vernichtungslagern wie Auschwitz eher klein ist (ca. 30 bis 40 Leute wurden hier mit Zyklon-B-Gas, einem Insektenvernichtungsmittel, getötet), wurden hier in wenigen Jahren tausende Menschen aus vielen Ländern auf grausamste Weise ermordet. Die Häftlinge wurden aber nicht nur mit Gas „eliminiert“. Es gibt auch noch eine „Genickschussecke“ und einen eisernen Balken, auf dem die Insassen gehängt wurden.
Nach so einem Tag brauchen viele eine Weile, um diese Erfahrung zu verarbeiten. Dennoch, in einer Zeit, in der es noch immer Menschen gibt, die die Existenz von Gaskammern während der NS-Zeit leugnen, ist es wichtiger denn je einen solchen Besuch mitzumachen.

Reinhard Lachner


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Zitate Maria Wards

  • Man soll nur dies fürchten, zu viel Furcht zu haben.
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