| |
Maria-Ward-Preis 2011:
Wie alles begann – Eine Frau geht ihren Weg
Ein mit großer Spannung erwarteter Abend ging am 8. Juni 2011 in der Maria-Ward-Realschule im wahrsten Sinne des Wortes über die Bühne. Eingebettet in ein aufwendig gestaltetes Programm fand die Verleihung des Maria-Ward-Preises statt. Dieser wurde von der Maria-Ward-Schulstiftung mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Erinnerung und Verehrung der Namensgeberin wach zu halten.
Der Abend begann mit einer herzlichen Begrüßung durch die Schulleiterin Helga Buchner. Im voll besetzten Festsaal der Schule nahmen die zweite Bürgermeisterin Christa Seemann, die Schwestern der Congregatio Jesu mit Sr. Gertrud Zenk aus der Provinzleitung, das Lehrerkollegium, Pfarrer der Stadt, die Leiter der umliegenden Schulen und Vertreter des Elternbeirats Platz. Besonders ehrte uns das Interesse von Vertretern aus der Wirtschaft, die uns den ganzen Abend ihre Aufmerksamkeit schenkten.
Danach war die Bühne frei für die Aufführung des zweiteiligen Theaterstücks „Wie alles begann ... Mary Ward – eine Frau geht ihren Weg“ und „Die Gründung unseres Instituts“.
In dem ersten Stück aus der Feder von Jutta Limmer wird Mary Ward als eine emanzipierte Frau der Kirche dargestellt, die in absoluter Glaubenstreue ihren Weg geht. Die Schauspielgruppe, allen voran Nancy Hilbert in der Rolle der Mary Ward, beeindruckte durch ihr ausdrucksstarkes Spiel. Ein von Sabine Beck eigens komponiertes Lied brachte auch die Zerrissenheit Mary Wards zum Ausdruck. Mit stimmungsvoller Musik untermalte das Orchester unter Norbert Dönges die Höhen und Tiefen im Lebensweg Mary Wards und ihrer Gefährtinnen. Regie führte die Autorin mit tatkräftiger Unterstützung von Franziska Wagner, die eindrucksvolle Szenen entwickelte und so die Schüler zu Höchstleistungen motivierte. Das liebevoll und detailliert gestaltete Bühnenbild von Jörg Drühl war dem Zuschauer informativer Blickfang.
In der Pause hatten die Gäste bei Sekt und Häppchen (ein geniales Buffet! Danke Werner Borawski und allen Helfern) Gelegenheit, auch die anderen Projekte näher kennen zu lernen: Ein Schüleraustausch-Projekt mit der Schmidt-Schule in Ost-Jerusalem, „Merry Christmas Eastern Europe“ – eine adventliche Paketaktion für Osteuropa sowie die Maria-Ward-Ausstellung „400 Jahre Congregatio Jesu“ und die „Maria-Ward-Wanderung 2011“. Den musikalischen Rahmen gestaltete hierbei die Bläserklasse unter Ulrich Anneser.
Im zweiten Teil des Schauspiels wurde gezeigt, wie es bereits 38 Jahre nach dem Tod Mary Wards zur Gründung des Instituts in Burghausen und damit endlich einer Schule für Mädchen kam.
Die Nachwuchsschulspielgruppe überzeugte durch Engagement, Witz und Spielfreude. Der Text stammt von Jutta Limmer, Ulrike Nirschl und Dr. Ute Schrader-Reichhardt. Für die Regie zeichnen Stefanie Pittner und Jutta Limmer.
Nicht nur das Publikum war von der Aufführung begeistert, auch die Entscheidungsträger für die Preisverleihung würdigten das aufwendige Theater-projekt und haben diesem den Maria-Ward-Preis 2011 zuerkannt. Dr. Karl Geisenberger überreichte den Gewinnern die Urkunde und das Preisgeld von 1000 EUR. Die Summe wird für die Anschaffung eines Theatervorhangs verwendet, und sollte das Geld nicht reichen, stockt es die Schulstiftung gern auf, wie Dr. Geisenberger versprach.
Das alles war nur möglich, weil so viele Lehrer und Schüler mit angepackt haben. Ein großes Danke an alle!
|
|

|